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Erol
Figur — Protagonist
Er hilft ohne Kalkül, hält Blicken stand und lernt schnell. Alles Weitere findet er unterwegs heraus — meistens später, als es ihm lieb wäre.
Woher er kommt
Erol wächst in Slam auf, einem Hafendorf auf der Insel Illand, bei seinem Onkel Minalf. Ein gewöhnliches Leben: Stege, Sägewerk, Herdfeuer, Salz in der Luft. Zwanzig Jahre alt, als die Chroniken beginnen.
Dann brennt Slam, und was er mitnimmt, passt in einen Beutel: den Gehstock seines Onkels und den Auftrag, die Tage zu zählen. Drei Wochen später geht er in Skjeer von Bord.
Wie er ist
Er greift zu, wenn jemand stürzt, ohne vorher zu überlegen, ob es klug ist. Er hält einem Blick stand, auch wenn der Blick nicht blinzelt. Und er merkt sich, was ihm auffällt, auch wenn er es nicht einordnen kann.
Das ist keine Heldenhaltung. Es ist eher die Unfähigkeit, wegzusehen — und sie bringt ihn zuverlässig an Orte, an denen er nichts zu suchen hat.
Was er bei sich trägt
Der Stock ist auffällig schwer für sein Aussehen, und er ist kalt. Immer kalt, auch nach Stunden in der Hand. Auf Illand wächst nichts, was sich so anfühlt.
Um den Schaft laufen alte Schnitzereien in einem Bogen — Linien, die denen am Türrahmen seines Elternhauses ähneln. Erol hat sie nie ganz verstanden. Er hält sie lange für Zierrat.
Am Handgelenk trägt er später eine verbundene Wunde, die nicht heilen will.
„Du zählst die Tage. Egal was passiert. Hörst du? Egal was.“
Minalf an Erol, Band I
Das Zeichen an seinem HandgelenkDieser Abschnitt verrät, was es mit Erols Mal auf sich hat und wie es mit der Pforte von Guranthien zusammenhängt. Die Enthüllung erfolgt in Band I.Nur öffnen, wer TAHIL gelesen hat
Das Zeichen an Erols Handgelenk stammt nicht von ihm. Es wurde ihm eingeritzt — drei waagerechte Linien, darunter ein nach unten geöffneter Bogen — von jemandem, der es für eine Waffe hielt.
Das war ein Irrtum. Die Rune war ursprünglich kein Werkzeug der Unterwerfung, sondern ein Schlüssel. Ein sehr alter. Wer ihn Erol aufzwang, hat nicht verstanden, was er damit in die Welt gesetzt hat.
Denn die Linien in der Pforte von Guranthien und die Linien an Erols Arm sind dasselbe Muster. Legt er das Mal an den Stein, läuft ein feines Glühen den alten Linien nach, und der Berg gibt nach — langsam, schwer, mit einem Mahlen, das durch den ganzen Fels läuft.
Ein Tor, das sich öffnet, öffnet sich dabei nach zwei Seiten. Das ist die Eigenschaft, die später am meisten zählt.
Das Mal löst sich mit der Zeit und hinterlässt eine Wunde, die nicht heilt.
Der offene Teil dieser Seite nimmt keine Wendungen vorweg. Alle Angaben stammen aus den veröffentlichten Bänden (Band I & II).
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