Ein großer, uralter, dunkler Wald und die Heimat der Bolug. Seine alten Bäume atmen, ihre Rinde hat einen Puls, und ihre Wurzeln können handeln.
Die Regel des Waldes
Der Tolgawald ist neutral, aber nicht gleichgültig. Er bewahrt, was zu bewahren ist, und reinigt, was sich zu reinigen begann. Dass Bäume sich erinnern, ist hier kein Bild, sondern ein Geräusch — wer lange genug zuhört, hört es.
Wer den Wald betritt, merkt schnell: Die Wege sind nicht nur Wege. Manche öffnen sich, andere nicht. Es heißt, die alten Tolger entscheiden selbst, wen sie tragen.
Die Siedlung im Geäst
Die Bolug leben in Baumhäusern hoch über dem Boden, verbunden durch Hängebrücken. Fünf alte Tolger bilden den Versammlungsplatz, wo der Bach die Lichtung in flachem Bogen kreuzt; in ihrer Mitte wird seit fünf Generationen Rat gehalten.
Die Brücken erzählen den Tag, ohne Worte: wer geht, wer kommt, wer wohin. Zur Siedlung gehört das Dar’Ulg, die Schule der Spurenleser, mit breitem Dach und geschnitzten Balken.
Am Abend brennt Licht in jedem Fenster — wenn die Bewohner es wollen. Wer unangekündigt kommt, kann lange auf einem leeren Platz stehen und sich sehr beobachtet fühlen.
Was der Wald trägt
Am Boden liegen Moos und Brombeerranken mit langen schwarzen Dornen. Das Blätterdach schließt sich fast überall; nur stellenweise fällt Licht bis nach unten.
Nicht jeder Teil des Waldes ist gleich. Es gibt Stellen, an denen die Farben nicht zur Jahreszeit passen, und Stellen, an denen die Zeit anders vergeht als draußen. Reisende, die sich auskennen, machen einen Bogen darum.
„bewahren, was bewahrt werden kann“
Weltregel des Tolgawaldes
Der offene Teil dieser Seite nimmt keine Wendungen vorweg. Alle Angaben stammen aus den veröffentlichten Bänden (Lexikon · Band I & II).
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