Auf der Insel Illand liegt das Hafendorf Slam. Hier beginnen die Chroniken — an einem Ort, der so gewöhnlich ist, dass niemand ihn für wichtig halten würde.
Ein Hafendorf
Slam ist laut. Am Hafen gibt es immer Stimmen, die ringen, sich anschreien, sich begrüßen, sich necken. An einem Brunnen steht den ganzen Tag jemand. Wer später andere Städte sieht, merkt erst dort, was das wert war.
Es gibt Stege auf Pfählen, ein Sägewerk, Häuser aus Brettern, Herdfeuer und Kohlenglut. Auf Illand wachsen gewöhnliche Pferde, ohne Stoßzähne. Das Meer ist näher als alles andere, und die Engen vor der Küste haben schon manches große Schiff behalten.
Die alten Familien
Die ältesten Häuser Slams sind nicht die Fischerfamilien, die man heute kennt. Es gibt ältere Linien, und was sie einmal taten, steht in keiner Chronik, die noch gelesen wird.
Man hört es nur an den Rändern: an Schnitzereien um Türrahmen, deren Linien niemand mehr deuten kann. An Gegenständen, die von Hand zu Hand weitergegeben werden, ohne dass jemand sagt, warum. Und daran, dass die Älteren manchmal lange aufs Wasser hinaussehen und nichts erklären.
Die Nacht, mit der alles anfängt
Die Chroniken beginnen mit einem Geruch. Nicht mit dem Brennen — Brennen kennt man in einem Dorf mit Herdfeuern. Etwas Bitteres liegt darin, ein beißender, metallischer Beigeschmack, der sich im Hals festsetzt und sich nicht weghusten lässt.
Und der Rauch über den Dächern verhält sich nicht wie Rauch. Er steigt nicht auf und verdünnt sich nicht. Er zieht sich zusammen, wälzt sich in sich selbst, formt Säulen, die wieder zerfallen.
Mehr davon steht im Prolog und im ersten Teil von TAHIL.
„Du zählst die Tage. Egal was passiert. Hörst du? Egal was.“
Band I, die Nacht von Slam
Der offene Teil dieser Seite nimmt keine Wendungen vorweg. Alle Angaben stammen aus den veröffentlichten Bänden (Band I).
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