Hoch am Hang des Astalgur, im Schatten eines Überhangs, steht ein Tor aus Stein. Es ist keine Ruine, kein Eingang, den jemand vergessen hätte. Es ist verschlossen — und es ist verschlossen worden.
Das Tor
Die Pforte ist hoch, höher als nötig für das, was durch sie gehen müsste. In den Fels sind Linien gehauen, tief und alt, in einem Muster, das keine Menschenhand gesetzt hat. Wer davorsteht, erkennt sofort: Das ist älter als alles, was er kennt.
Sie ist nicht durch Magie verschlossen. Sie ist durch Zeit verschlossen und durch Stein — was in mancher Hinsicht schlimmer ist. Gegen Magie lässt sich etwas ausrichten.
Was durch die Spalten kommt
Die Fugen des Tors sind unsichtbar, und doch zieht Luft hindurch. Sie riecht nach Schnee und nach Weite — nach der Welt auf der anderen Seite, wo immer diese Seite ist.
Wer lange genug davorsteht und still bleibt, meint zu hören, dass der Berg nicht leer ist. Es ist kein Geräusch, das man beschreiben könnte. Es ist eher die Abwesenheit der Stille, die man in totem Fels erwarten würde.
Wie es sich öffnet
Es gibt kein Schloss, keinen Riegel, keinen Mechanismus, den man finden könnte. Wer dagegenschlägt, schlägt gegen einen Berg.
Aber die Linien im Stein sind kein Schmuck. Sie sind ein Muster, und Muster wollen gelesen werden. Es heißt, das Tor kenne ein Zeichen — eines, das man nicht bei sich trägt, sondern eines, das man ist.
Wer dieses Mal trägt und was es mit ihm gemacht hat, steht nicht hier. Es steht in den Büchern.
„Die Pforte kennt kein Schloss. Sie kennt ein Mal.“
Tulp
Der offene Teil dieser Seite nimmt keine Wendungen vorweg. Alle Angaben stammen aus den veröffentlichten Bänden (Band I & II).
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